Kaj Munk – Der Traum vom Schloss
Als Kind wohnte Kaj Munk nur einen Kilometer von Christianssæde entfernt. Von hier aus träumte der spätere Pfarrer, Dichter und Widerstandskämpfer davon, das Herrenhaus eines Tages für seine Eltern zu kaufen. In seinen Erinnerungen beschrieb er, wie er an einem Pfingstsonntag mit seiner Mutter hierher radelte und das imposante Gebäude vor sich liegen sah:
„Da stand das unbewohnte, vornehme Schloss und wartete darauf, dass ich groß werde und es für Vater und Mutter kaufe.“
Das Blaue Zimmer – Eine Hommage an Kaj Munk
Vielleicht wird Christianssæde deshalb im Volksmund auf Lolland immer noch „das Schloss“ genannt – obwohl es offiziell nie ein Schloss war. Kaj Munk war hier oft zu Gast und erhielt unter anderem Auszeichnungen für besondere Verdienste von der Grafschaft. Der Ort hinterließ deutliche Spuren in ihm. Es heißt auch, dass die Inspiration für sein berühmtes Gedicht „Die blaue Anemone“ von einer Blume aus dem Wald von Christianssæde stammte, die ihn später nach Vedersø begleitete.
Heute trägt das Blaue Zimmer daher seinen Namen. Eine Hommage an den Jungen aus der Gegend, dessen Traum vom „Schloss“ nie in Vergessenheit geriet.

