Vom Brand zur schönen Fachwerkhofanlage
Der Hof trägt den Namen Cort Richter, der bis 1633 drei kleine Häuser an diesem Ort besaß. Die Häuser wurden bei dem großen Brand, der Køge 1633 verwüstete, zerstört. Das schöne, heute denkmalgeschützte Fachwerkgebäude mit seinen prachtvollen Schnitzereien wurde 1644 erbaut und seitdem sorgfältig erhalten.
Im Laufe der Zeit beherbergte die Immobilie eine Krambude, eine Schankstube, ein Fuhrunternehmen, eine Versicherung, ein Reisebüro, Kunsthandwerk und vieles mehr. Seit 2017 befindet sich hier Richters Ølstue, wo man die gemütliche historische Atmosphäre drinnen wie draußen genießen kann.
Die Weiße Dame
Richter verkaufte das Grundstück 1640 an den Kaufmann Svend Poulsen, der das schöne Haus errichten ließ, das man heute sieht. Während der schwedischen Besetzung von 1658–1660 quartierte er schwedische Soldaten ein – darunter einen schwedischen Leutnant, der sich in seine Tochter Dorte verliebte.
Der alte Hof wird der Legende nach regelmäßig vom Geist der „Weißen Dame“ heimgesucht. Man erzählt, es sei Dorte, die ihren schwedischen Geliebten sucht und deshalb im Haus umgeht. Ein früherer Besitzer berichtet, dass Türen im Haus sich von selbst öffnen – sogar verschlossene Türen, deren Schlösser erst kürzlich ausgetauscht wurden. Auch Schritte und viele andere seltsame Geräusche sollen häufig zu hören sein.
