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Das Kleine Haus – voller Geheimnisse 

Die Altstadt von Køge beherbergt viele gut erhaltene Gebäude aus dem 16. und 17. Jahrhundert – und hier findet man eines der markantesten der Stadt. Das kleine denkmalgeschützte Haus tauchte 1888 zufällig wieder auf, als 14 Lagen Kalk entfernt wurden und ein geschnitzter Türsturz mit der Jahreszahl 1527 zum Vorschein kam. Damit wurde das Haus in der Kirkestræde als Dänemarks ältestes datiertes Fachwerkhaus anerkannt.

Unter dem Haus liegt ein Feldsteinkeller mit einer gewölbten Tür und einer Treppe, die einst offen lag, bis Müll das Bodenniveau um mehr als einen Meter anhob. Heute bildet der gemütliche Keller den Rahmen für Veranstaltungen und Ausstellungen der Køge Bibliothek.

In letzter Minute gerettet

Einst stand direkt daneben ein identisches Haus – beide waren sogenannte Våninger, gebaut zur Vermietung. Während das Nachbarhaus 1908 abgerissen wurde, blieb Haus Nummer 20 dank des engagierten Einsatzes des Nationalmuseums und des Køge Museums erhalten. Es wurde gründlich renoviert – das Reetdach wurde durch Mönchs- und Nonnenziegel ersetzt, und ein alter Anbau wurde entfernt.

Im Laufe der Zeit wohnten hier die unterschiedlichsten Menschen – von einem pensionierten Soldaten mit Turban und Krummsäbel bis zu einem Fellhändler mit Frau und zehn Kindern. Es muss also eng gewesen sein in dem kleinen Haus von nur 4 mal 5 Metern! Zuletzt lebte ein ehemaliger Generalkonsul Brasiliens darin, bevor das Gebäude 1958 Teil der Køge Bibliothek wurde.

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