Dänemarks größter Marktplatz
Der Køge Torv wurde im 13. Jahrhundert angelegt und ist mit seinen knapp 10.000 m² der größte Marktplatz einer Provinzstadt in Dänemark. Im 13. Jahrhundert hätten Sie 1,65 Meter tiefer gestanden. Im Laufe der Jahrhunderte hob sich der Platz langsam, Schicht für Schicht – aufgebaut durch den Alltag: Schmutz, Abfall und fehlende Reinigung.
Der Stadtgründer, König Erik Menved, verlieh Køge im Jahr 1288 die Stadtrechte, um den Handel anzuziehen. Kaufleute aus nah und fern betrieben ihren Handel hauptsächlich auf der schwedischen Seite des Øresunds, doch der König lockte Bürger mit vier Jahren Steuerfreiheit dazu, sich in Køge niederzulassen.
Das natürliche Zentrum
Der Marktplatz war stets das natürliche Zentrum Køges. Hier wurde gehandelt, gerufen, um Preise gefeilscht und Vieh, Getreide, Fisch und Branntwein verkauft. Und die Tradition lebt weiter: Jeden Mittwoch und Samstag füllt sich der Platz noch immer mit Markthändlern und Einheimischen – genau wie vor 800 Jahren.
Um 1824 wurde die Pflasterung des Platzes mit Hilfe freiwilliger Arbeitskraft der Bürger und Bauern aus der Umgebung vollendet, da die Stadtkasse nach dem Staatsbankrott von 1813 leer war. Die offenen Rinnen wurden mit etwa 1.000 Fuhren Kies gefüllt, gespendet vom Gammel Kjøgegaard. Am Samstag, dem 5. Juni 1869, nahmen rund 10.000 Menschen an einem Fest zum Grundlovsdag hier auf dem Platz teil, um ein Denkmal für den Verfasser der Verfassung, König Frederik VII., einzuweihen.
