Skip to content

Das längste Fachwerkhaus

Im Jahr 1633 verwüstete ein gewaltiger Brand die Stadt. Køge stand in Flammen. Häuser gingen verloren. Nach dem großen Brand von 1633, der große Teile der Brogade zerstörte, kaufte Bürgermeister Hans Christensen Brogade 16 und das benachbarte Grundstück und errichtete einen großen Doppelhof, der 1636 fertiggestellt wurde. Es ist der schöne und gut erhaltene Hof, den wir heute kennen.

Mit seinen 18 Gefachen ist das Gebäude heute eines der längsten Fachwerkhäuser Dänemarks. Man kann sich leicht vorstellen, wie beeindruckend es damals gewirkt haben muss: lang, markant, unübersehbar. Ein Haus, das sowohl Stellung als auch Entschlossenheit zeigte. Es wurde als Signal gebaut. Die Stadt sollte wieder aufgebaut werden. Das Leben musste weitergehen und der Handel erneut aufblühen.

Ein Symbol für die Stadt, die sich wieder erhob

Es handelte sich um ein „Spekulationsbauprojekt“, denn Hans Christensen wohnte nie selbst in dem Haus – es wurde mit Blick auf den Verkauf errichtet. Über dem Tor sieht man noch heute einen kleinen geschnitzten Stützknaggen mit den Initialen HCKHD, für Bauherrn Hans Christensen (Humble) und seine Ehefrau Karen Hansdatter. Das eindrucksvolle Gebäude ist nicht nur ein Fachwerkhaus, sondern ein Symbol für eine Stadt, die sich erneut erhob.

Der Hof besitzt noch immer sein Eichenfachwerk über alle 18 Gefache hinweg. Auch der einzelne Dachgaubenaufbau ist bis heute erhalten, sodass die Ähnlichkeit zwischen damals und heute frappierend ist. Heute ist das Fachwerk mit einer farbigen Kontrastmalerei hervorgehoben. Früher wurden sowohl Holz als auch Mauerwerk in derselben Kalkfarbe gestrichen, da dies einfacher und kostengünstiger war.

Mehr Geschichten aus Køge

Das Kleine Haus
Danmarks ældst fungerende rådhus
Fra Købmandsgård til Museum